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Studien- & Berufsabschlüsse

Schulen und Schulabschlüsse

In den vergangenen zehn Jahren hat sich die Berliner Schullandschaft erheblich verändert. Die Berliner Schuldatenbank gibt Auskunft über die Schulen nach Schularten, Regionen, Fremdsprachen oder speziellen Angeboten. Das Schulporträt bietet detaillierte Informationen zur Organisation und Qualität jeder Schule, zum Beispiel über Schülerzahlen und Ausstattungen.

Berliner Schulen

Den ersten Schulabschluss erhält man nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung an einer allgemeinbildenden Schule. Er ist die Grundlage für eine Ausbildung oder ein Studium und damit für die Arbeitswelt. In Berlin gibt es vier mögliche Schulabschlüsse:

  • Abitur (Allgemeine Hochschulreife)
  • Mittlerer Schulabschluss (MSA)
  • Erweiterte Berufsbildungsreife (EBBR)
  • Berufsbildungsreife (BBR)

Nachholen von Schulabschlüssen - Zweiter Bildungsweg

Der zweite Bildungsweg eröffnet die Möglichkeit, einen gewünschten Abschluss, der während der Schulzeit nicht erreicht wurde, nachzuholen. Das Berliner Bildungssystem bietet die Chance, sich durch lebenslanges Lernen persönlich weiterzuentwickeln und auf die sich verändernden Anforderungen des Berufslebens zu reagieren.

Berliner Bildungswege

Berufsausbildung und Berufsabschlüsse

Ein formaler Berufsabschluss eröffnet bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt. In Deutschland gibt es rund 480 Ausbildungsberufe, in denen man einen qualifizierten Abschluss erwerben kann.

Die betriebliche oder auch duale Ausbildung

Die betriebliche oder auch duale Ausbildung ist die am weitesten verbreitete Ausbildungsart in Deutschland. Die Kombination aus Ausbildung im Betrieb und Berufsschulbildung garantiert eine Verbindung von Theorie und Praxis. Die Ausbildung dauert, je nach Ausbildungsberuf, zwischen zwei und dreieinhalb Jahren und die Auszubildenden müssen zwei große Prüfungen ablegen und bestehen. Neben der Zwischenprüfung ist das die Abschlussprüfung bzw. auch Gesellenprüfung (im Handwerk): Sie wird zumeist von den Handwerkskammern oder den Industrie- und Handelskammern durchgeführt. Erst wenn die Abschlussprüfung bestanden wurde, gilt die Ausbildung als abgeschlossen.

Die schulische Ausbildung

Die schulische Ausbildung ist der betrieblichen Ausbildung ebenbürtig. Sie ist vor allem bei Berufen im Gesundheits- und Sozialwesen, in der Wirtschaft, in Fremdsprachen sowie in Technik und IT anzutreffen. Die Ausbildung findet überwiegend in der Schule statt und wird durch Praktikumsphasen ergänzt.

Ausbildungsplätze finden Sie in den Datenbanken der IHK und der HWK in Berlin.

Umschulung

Unter Umschulung versteht man die Aus- bzw. Weiterbildung für eine andere als die vorher ausgeübte oder erlernte Tätigkeit. Kenntnisse und Erfahrungen aus der vorigen Tätigkeit erlauben oft eine Verkürzung der Ausbildung zum neuen Berufsbild gegenüber einem Anfänger. Sie ist also eine Möglichkeit, sich für eine neue Arbeitstätigkeit zu qualifizieren, wenn der alte Beruf, zum Beispiel aus gesundheitlichen Gründen, nicht mehr ausgeübt werden kann. Eine Umschulung endet mit der Prüfung vor der zuständigen Kammer (Industrie- und Handelskammer, Handwerkskammer).

Externenprüfung

Ohne Abschluss ist berufliches Fortkommen nur schwer möglich. Hier bietet sich die sogenannte Externenprüfung an. Mit ihr können unter bestimmten Voraussetzungen Berufsabschlüsse nachgeholt werden. Sie wird vor der zuständigen Kammer abgelegt. Jedes Bundesland bietet Seminare und Lehrgänge an, die auf die Externenprüfung vorbereiten. Die IHK und die HWK in Berlin organisieren die jeweiligen Prüfungen.

Nachqualifizierung bietet An- und Ungelernten die Möglichkeit, nachträglich einen Berufsabschluss zu erwerben. Und weil Nachqualifizierung berufsbegleitend und im Betrieb durchgeführt werden kann, können Unternehmen durch Nachqualifizierung ihre an- und ungelernten Beschäftigten zu Fachkräften aufbauen.

www.sanq-berlin.de

Weiterbildungsabschlüsse

Berufliche Weiterbildungsabschlüsse lassen sich einteilen in geregelte, anderweitig geregelte und spezielle Weiterbildungen.

Für Menschen mit abgeschlossener Berufsausbildung und Berufspraxis kommen geregelte Weiterbildungsabschlüsse in Frage. Sie sind nicht nur staatlich anerkannt, sondern bieten attraktive Berufsperspektiven wie zum Beispiel mehr Einkommen oder Führungsaufgaben. Dazu gehören: Fachberater/in, Industriemeister/in, Fachmeister/in, Polier/in, Fachkaufleute, Fachwirt/in, Techniker/in, Betriebswirt/in (Fachschule), Technischer Betriebswirt/in

Anderweitig geregelte Weiterbildungsabschlüsse richten sich nach der Handwerksordnung oder nach den Regelungen eines Verbandes, eines Bundeslandes oder eines Bildungsträgers. Dazu zählen: Fachkräfte für Gebäudetechnik, Fachkrankenschwester/-pfleger/in, Heilpädagoge/-pädagogin, Lehrrettungsassistent/in, Restaurator/in im Handwerk.

Spezielle Weiterbildungen finden berufsbegleitend statt, stehen den geregelten und anderweitig geregelten Weiterbildungen aber in nichts nach, was die beruflichen Aufstiegsmöglichkeiten und Chancen betrifft. Das betrifft: u.a.: arbeitsprozessorientierte Weiterbildung im IT-Bereich, Energieberater/in, Flugzeugabfertiger/in, Kraftfahrzeugsachverständige/r.


Hochschulen und Studienabschlüsse

Hochschularten

Das Hochschulwesen umfasst verschiedene Hochschularten, die aufgrund ihrer wissenschaftlichen, künstlerischen oder praxisorientierten Aufgabenstellung ein jeweils eigenständiges Profil besitzen. Zudem charakterisieren Fächerangebot, Studiengangstrukturen und -abschlüsse die einzelnen Hochschularten.

Universitäten/Hochschulen

Mit ihrer deutlich wissenschaftlichen Ausrichtung bilden die Universitäten und Hochschulen mit vergleichbarer Aufgabenstellung den traditionellen Kern des Hochschulwesens.

Fachhochschulen

Mit ihrer stärker anwendungsbezogenen Ausbildung für die Bereiche Wirtschaft, Ingenieurwesen, Gestaltung, Soziale Arbeit und Pflege bilden die Fachhochschulen einen wichtigen Pfeiler in der deutschen Hochschullandschaft. Die Ausbildung ist meist reglementierter als an Universitäten, die Studienzeiten sind kürzer.

Berufsakademien/Duale Hochschulen

Die theoretische Ausbildung an der Berufsakademie ist mit der praktischen Ausbildung in einem Unternehmen verknüpft (duales System).

Fachhochschulen für Öffentliche Verwaltung des Bundes und der Länder

Die Ausbildung für die Laufbahnen des gehobenen nichttechnischen Dienstes erfolgt an den Fachhochschulen für öffentliche Verwaltung des Bundes und der Länder. Das Studium wird in Form eines dreijährigen verwaltungsinternen Vorbereitungsdienstes absolviert und umfasst theoretische Fachstudien an der Hochschule sowie berufspraktische Ausbildungsabschnitte in den Verwaltungsbehörden.

Kunst- und Musikhochschulen

Die Hochschulen dieses Typs ermöglichen eine Ausbildung im künstlerischen Bereich. Das Studienangebot umfasst die Bildenden Künste sowie Architektur und Innenarchitektur. Ferner bilden Sie in den Darstellenden Künsten aus.


Studiengänge und -abschlüsse

Bachelor-/Master-Studiengänge

Diese Studiengänge werden an allen Hochschularten angeboten. Ihre Einführung ist Folge des von den europäischen Staaten mit der Bologna-Erklärung 1999 gestarteten Aufbaus eines europäischen Hochschulraumes. Gemeinsames Kennzeichen dieser Studiengänge sind unter anderem eine Modularisierung, die Festlegung des Arbeitsaufwandes und die Einführung eines Leistungspunktesystems. Sie müssen durch eine hochschulunabhängige Agentur akkreditiert werden.

Bachelor-Studiengang

Der Bachelor-Studiengang soll in einem Kurzstudiengang insbesondere für einen Beruf außerhalb der Hochschule qualifizieren. Bachelor-Studiengänge, die frühere Diplomstudiengänge ersetzt haben, sind meist 1-Fach-Bachelor, d.h., in der Hauptsache studiert man ein klar abgegrenztes Fach.

Bachelor-Studiengänge, die frühere Magister-Studiengänge ersetzt haben, sind dagegen fast immer "Kombi-Bachelor". Sie finden sich auf Grund Ihres Ursprungs (Ersatz von Magister-Studiengängen) nur an Universitäten.

Master-Studiengang

Der Master-Studiengang setzt einen ersten Hochschulabschluss voraus. Das kann ein Bachelor oder ein entsprechendes Diplom sein. Dabei bleibt der fachliche Zusammenhang meist gewahrt. Der weiterbildende Master-Studiengang setzt neben einem Bachelor abschluss qualifizierte berufspraktische Erfahrung von mindestens einem Jahr voraus.

Bei Bachelor- und MasterMasterstudiengängen im Bereich staatlich geregelter Studiengänge (insbesondere Medizin, Rechtswissenschaft und Lehramt) sowie bei den Studiengängen mit kirchlichem Abschluss gelten Besonderheiten.

Staatsexamen

Das Staatsexamen wird vom Staat abgenommen. Im Gegensatz dazu werden Diplom-, Magister-, Bachelor- oder Master-Prüfungen an der besuchten Hochschule abgelegt. Staatsprüfungen gibt es beispielsweise im Fach Medizin und beim Lehramt.

Alle Studiengänge, die mit einem Staatsexamen abschließen, haben gemeinsam, dass zwischen erstem und zweitem Staatsexamen eine praxisnahe Phase stattfindet, zum Beispiel ein Referendariat. Obwohl das erste Staatsexamen ein regulärer Hochschulabschluss ist, sind die Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt allein mit diesem Abschluss gering. Erst das Bestehen des zweiten Staatsexamens ist der wirklich berufsqualifizierende Abschluss.

Diplom

Das Diplom ist fast vollständig durch Bachelor und Master ersetzt worden. Ein Diplom ohne Zusatz der Hochschulart bezeichnet ein Diplom, das an einer Universität, einer Pädagogischen Hochschule oder Kunst-/Musikhochschule erworben wurde. Fachhochschulen müssen ihr Diplom mit (FH) kennzeichnen, Berufsakademien mit (BA).

Magister

Der Magister wurde fast vollständig durch Bachelor/Masterersetzt. Im Unterschied zum Diplomstudium zeichnet sich das Magisterstudium durch eine breite wissenschaftliche Orientierung aus. Es eröffnet die Möglichkeit, künstlerischer Fächer mit Sprachen und geschichtswissenschaftlichen Fächern sowie auch Fächern anderer Fakultäten als Nebenfach zu kombinieren.

Internationale Studiengänge

Internationale Studiengänge bieten die Möglichkeit, bereits während des Studiums Auslandserfahrungen zu sammeln. Aufgrund von Kooperationsbeziehungen mit ausländischen Hochschulen werden meist zwei Semester an der ausländischen Partnerhochschule verbracht. Da dieser Studienaufenthalt fest im Studienplan der deutschen Heimathochschule eingeplant ist, ergeben sich keine Probleme bei der Anerkennung der dort erbrachten Studienleistungen. In vielen Fällen ist auch der gleichzeitige Erwerb eines ausländischen Hochschulgrades möglich.

Duale/ausbildungsintegrierte/berufsintegrierte Studiengänge

Diese Studiengänge schließen in der Regel mit dem Bachelorgrad in technischen und betriebswirtschaftlichen Fächern ab.

In dualen Studiengängen werden die theoretischen Grundlagen im Studium und die praktische Ausbildung im Unternehmen jeweils zur Hälfte vermittelt, ohne dass zusätzlich zum Hochschulabschluss ein Abschluss in einem Ausbildungsberuf erworben wird.

In ausbildungsintegrierten Studiengängen wird sowohl der Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf als auch der Abschluss eines Hochschulstudiums erworben.

Berufsintegrierte Studiengänge ermöglichen es Berufstätigen, berufsbegleitend einen Hochschulabschluss zu erwerben. In der Regel wird von Beginn an das Studium mit einer Teilzeittätigkeit kombiniert. Das berufsbegleitende Studium kann auch durch Selbststudium kombiniert mit Begleitseminaren an Abenden oder Wochenenden absolviert werden.

Studieren ohne Abitur

Der Zugang zur Hochschule ist auch auf dem so genannten "dritten Bildungsweg" möglich. Erforderlich sind grundsätzlich der Abschluss einer staatlich anerkannten Berufsausbildung, eine erfolgreich absolvierte Aufstiegsfortbildung beziehungsweise mehrere Jahre Berufserfahrung.

Berufstätige mit mindestens zweijähriger Ausbildung plus dreijähriger Berufspraxis erhalten eine fachgebundene Hochschulzugangsberechtigung, wenn sie ein Einstellungsverfahren oder ein einjähriges Probestudium absolvieren.

Studieren in Berlin und Brandenburg